Ängste überwinden

Es gibt so vieles, wovor Menschen Angst haben:

  • Angst vor Enttäuschungen
  • Angst vor der Zukunft
  • Angst Mißerfolg
  • Angst vor dem Alleinsein
  • Angst vor Ablehnung
  • Angst vor Veränderung
  • Angst vor Tieren
  • Panikattaken

Sicher läßt sich diese Liste noch endlos erweitern, doch an dieser Stelle genug. Ich möchte Sie nicht dafür Begeistern, in Angst zu schwelgen, sondern viel mehr mit mir zusammen, herauszufinden, was es denn mit der Angst so auf sich hat.

Warum haben wir eigentlich Angst?

Liegt es an den Genen? Oder weil wir schwach sind? Wie kommt das mit der Angst?

Bevor wir uns an das Thema wagen, Ängste überwinden, müssen wir uns doch erst einmal Gedanken darüber machen, wo die Ängste überhaupt herkommen.

Dazu möchte ich mit Ihnen eine Geschichte teilen:

es geht um Felix, ein süßer kleiner Junge aufgeweckt und voller Neugier auf die Welt. Das Leuchten in seinen Augen war strahlender als der Sonnenschein und niemand konnte sich seinem Charme entziehen. Felix, konnte schon laufen, darauf war er übrigens sehr stolz, er wollte die Welt erkunden, ausprobieren, wie das alles funktioniert, was ihm so vor die Augen kommt. zum Beispiel die Schnecke da, die  vor ihm auf dem Boden kriecht, die muss er haben. Er greift also danach, und erfährt dabei, dass sie kalt, nass, irgendwie klebrig ist, jetzt steckt er sie auch noch in den Mund. Spätestens da kam Mutter gerannt, um voller Entsetzen Felix die Schnecke zu entfernen. iiiiigit…. so etwas steckt man nicht in den Mund, und schau mal wie schmutzig deine Hände sind, die müssen wir sofort waschen, und überhaupt mach das nie wieder.  Felix ist irritiert, versteht nicht, was passiert ist. Er merkt nur, das seine Mutter entsetzt ist und das erschreckt ihn und macht ihn traurig.  Diese kleine Erfahrung lehrt ihn, das besser nicht mehr zu machen, sonst ist Mutter böse mit ihm, er möchte doch, das seine Mutter ihn liebt und mit ihm lacht.

Dieser Art Erfahrungen macht nun Felix am laufenden Band, ohne das er sich dessen wirklich bewusst ist. Aber in seinem Unterbewusstsein werden diese Ängste und Abneigungen gespeichert.  Felix lernt, ein Programm zu entwickeln, das ihm dabei hilft, seine Umwelt nicht zu enttäuschen und dafür geliebt zu werden.

So wird aus einer klitze kleinen Angst irgendwann ein richtiges Angstmonster. Leider bleibt es ja nicht bei dem einen, sondern es bilden sich im Laufe der Jahre eine ganze Menge verschiedener Ängste auf. Das Schlimmste daran, sie sind uns nicht einmal bewusst.

Wir müssen uns unserer Angst bewusst werden

das heißt also, es ist Zeit, sich darauf einzulassen, aber auch zu akzeptieren, das wir überhaupt Ängste haben.  Das ist schon enorm viel, sich das einzugestehen. Das ist überhaupt nicht schlimm, sich selbst einzugestehen, ja ich habe Angst. Im Gegenteil das ist sehr wichtig und richtig und glauben Sie mir, ich kenne keinen Menschen, der keine Ängste hat.

Fangen Sie an, sich zu beobachten

Fangen Sie an zu erkennen, wann sie Angst haben, wovor Sie Angst haben. Was für Symptome treten da bei Ihnen auf, denn jeder reagiert anders bei Angst und die Art der Ängste variiert.

Legen Sie sich eine Art Tagebuch zu, in dem Sie niederschreiben was Sie beobachten:

  • wovor habe ich Angst
  • wann tritt sie auf
  • was geschieht dann mit mir
  • welche Symptoms treten bei mir auf
  • was tue ich dann
  • was sind meine Ausweichmanöver
  • usw

Schreiben Sie möglichst detailliert auf, was ihnen alles an ihnen auffällt, das wird Ihnen dann später bei der Bewältigung sehr nützlich sein.

Lernen Sie die Angst zuzulassen

Wenn Sie Ihre Ängste überwinden wollen, ist es wichtig, diese anzunehmen, anstatt zu bekämpfen. Versuchen Sie zu verstehen, was ihnen die Angst sagen will,akzeptieren Sie, was in Ihnen dabei abläuft. Sicherlich ist es für eine Zeit durchaus unangenehm, das alles zuzulassen doch halten Sie sich immer vor Augen: es wird besser werden.  Es sind ja auch nicht alle Ängste gleich. Manche lassen sich ganz schnell bewältigen, andere wiederum scheinen recht hartnäckig zu sein. Das hängt sicher davon ab, wie tief diese sitzen.

Stellen Sie sich ganz bewusst Ihren Ängsten

Nehmen Sie sich Zeit dafür. sagen Sie nicht: später, ich hab jetzt keine Zeit dafür, denn wenn Sie das tun, werden Ihnen Ihre Ängste mit Sicherheit an einer anderen Stelle noch viel unangenehmer begegnen, als es in dem Moment passiert, in dem Sie sich gerade befinden. Diesen Rat kann ich Ihnen tatsächlich wärmstens empfehlen.

Machen Sie vielleicht eine Art Ritual daraus, begegnen Sie Ihrer Angst wohlwollend. Ich weiß, das klingt ein wenig seltsam, aber mir hat es immer geholfen. Wenn jetzt mal wieder so eine Angst auftaucht, lächle ich schon innerlich und frage: Angst, was willst du mir mitteilen? Meist lass ich augenblicklich die ganze Szenerie zu, denn aufschieben bedeutet, später wird es schlimmer.

Sollte es mal gar nicht reinpassen…. das mit der Angst gerade, weil es in der Situation einfach nicht möglich ist, machen Sie sich eine kurze Notiz darüber, und kümmern sich später darum.  Ohne, Witz, das funktioniert gut.

Legen Sie sich einen Notfall-Plan zurecht

Wenn Sie Angst aus heiterem Himmel zu überwältigen droht, trainieren sie etwas ein, das Sie schnell abrufen können und ihnen ganz bestimmt hilft, schnell wieder zur Ruhe zu kommen.  Dadurch sind Sie Herr der Situation und geben  nicht die Macht an Ihre Angst ab. So lassen sich Situationen vermeiden, die aus dem Ruder laufen. Sie können mit Ruhe und Kraft entscheiden, welcher Schritt als nächstes folgen soll. Sie verhindern so, das aus der momentanen Angst oder dem Angstgefühl, ein ANGSTMONSTER entsteht.

So ein Notfall – Plan kann sein:

  • bewusste Atemtechnik, die Sie ruhig werden lässt
  • Meditation
  • Progressive Muskelentspannung
  • kurzer Spaziergang durch den Wald oder eine Parkanlage
  • Musik die ihnen gut tut
  • selbst etwas singen
  • sich eine Situation ins Bewusstsein rufen, bei der Sie sich wohlfühlen

jedenfalls ist es sehr hilfreich sich so einen Notfall -Plan zurechtzulegen, denn das hilft wirklich sehr und schenkt Ihnen Ruhe und Kraft und aus einem Gefühl der Ruhe und der Kraft können Sie ganz anders agieren, als wenn Sie in einer Angstsituation feststecken.

Ausserdem, wenn Sie sich angenehm fühlen, begegnet Ihnen das Umfeld, sprich das, was Ihnen begegnet ganz anders, als in einem Angstgefühl. Das können Sie ruhig  einmal bewusst ausprobieren und beobachten. Sinnvollerweise am besten in Ihr Angsttagebuch mit aufnehmen.

Wenn Sie eine Angst entlarvt haben

Machen Sie sich zum Beispiel einen vier- Schritte -Plan, wie sie dieser Angst nun begegnen, was Sie tun werden um diese Angst zu bewältigen. Meinetwegen sie haben Angst davor, ein Restaurant zu betreten.Im ersten Schritt können Sie sich ein Restaurant aussuchen, im zweiten gehen Sie bis vor die Tür, im dritten Schritt treten Sie ein und bestellen sich etwas zu trinken und nehmen vielleicht einen Freund mit und im vierten Schritt gehen Sie dort hin, und suchen sich eine leckere Speise aus während ihr Freund etwas entfernt an einem anderen Tisch sitzt.

Wichtig dabei: belohnen Sie sich nach jedem Schritt, freuen Sie sich, dass Sie es geschafft haben. Sagen Sie sich: das hast Du toll gemacht, ich bin stolz  auf Dich!  Das verstärkt das positive Gefühl und macht Ihnen langsam bewusst, der Angst zu begegnen, ist machbar, ja am Ende fühlen Sie sich sogar richtig gu.t  Eines Tages vielleicht sogar unbesiegbar, nachdem Sie einige gute Erfahrungen damit gemacht haben, dass Sie Ihre Ängste  überwinden können.

Haben Sie Geduld mit sich

Aller Anfang ist schwer. Auch um die Angst zu besiegen braucht man zunächst viel Mut. Das gelingt natürlich nicht immer oder immer gleich gut. Doch halten Sie sich  das Ziel vor Augen. Sagen  Sie sich, wie schön es wohl sein wird, wenn Sie diese Angst nicht mehr haben. Malen Sie sich in den schönsten Farben aus, wie schön das Leben sein kann. Was Sie alles erwarten wird. Was sie noch alles in der Lage sind zu unternehmen.

Je mehr Sie ihre Aufmerksamkeit auf die positive Ausrichtung lenken, was das Leben noch alles Schönes für Sie bereithält, desto leichter fällt es Ihnen, Angst für Angst abzulegen. Glauben Sie mir das ist ein überwältigendes Gefühl und wird Sie sehr glücklich machen. Das durfte ich selbst an mir und an vielen anderen Menschen schon erfahren.  Es lohnt sich allemal.

Lassen Sie sich von Rückschlägen nicht entmutigen

Das passiert nun mal, das es mal nicht so gut läuft. Das ist ganz normal und sollte Sie keineswegs beunruhigen. Nemen Sie es an, als das was es ist und sagen Sie ausdrücklich, das nächste mal läuft es besser. Wir sind nun mal nicht immer in der gleichen guten Lage, fühlen uns manchmal schwach oder traurig oder wie auch immer, das macht doch nichts.  Wichtig ist, das wir uns immer wieder daran erinnern, was wir wollen und wo wir hin wollen. Das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Eine Hilfe in so einem Fall kann  sein, das Agst-Tagebuch durchzublättern, und schnell werden Sie erstaunt feststellen, was Sie schon alles geschafft haben.

Ich freue mich, wenn ich Ihnen mit meinem Beitrag ein paar Impulse mit auf den Weg geben konnte.  Es interessiert mich auch sehr, wie es Ihnen so ergeht, was Sie für Erfahrungen gemacht haben, welche Erlebnisse, oder welche Ängste Sie noch plagen. Wenn Sie möchten, schreiben Sie mir einfach hier.

Am 05. Dezember erscheint mein Produkt, das Ihnen in wöchentlichen Lektionen dabei helfen wir, Ängste zu überwinden.

Sie können sich hier schon mal eintragen, um den Start und weitere Informationen nicht zu verpassen.


Name:


Und keine Angst vor wilden Tieren.

Herzlichst,

Gabriele Odenthal

 

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